Pflaumheim
1941 bekam die Feuerwehr Pflaumheim ihre erste Motorspritze. Es
war eine Tragkraftspritze von der Firma Mahr, Würzburg, mit einem
DKW - Motor. Der Kaufpreis betrug 3 787 Reichsmark. 1959 wurde eine
zweite Tragkraftspritze (TS 8/8) von der Firma Ziegler, Gingen a. d.
Brenz zum Preis von 5 086 DM gekauft.
Beide Spritzen waren auf speziellen Anhängern verstaut. Diese
konnten an eine Zugmaschine angehängt werden. In aller Regel wurden
sie jedoch von den Feuerwehrmännern zum Einsatzort gezogen oder
geschoben.
Ab 1968 verbesserte die Gemeinde den Transport entscheidend, als für
die gemeindliche Baukolonne ein Unimog angeschafft wurde, der auch
der Feuerwehr zur Verfügung stand. Zeitgemäß verbessert wurde die
Ausrüstung 1972 zum 100jährigen Jubiläum der Feuerwehr. Zum Preis
von 60.252 DM wurde von der Gemeinde Pflaumheim bei der Firma
Ziegler ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8) gekauft, das im Rahmen der
Feier der Feuerwehr Pflaumheim übergeben und kirchlich gesegnet
wurde.
1975 wurde das Löschfahrzeug (LF 8) mit dem ersten Funkgerät und
1976 mit den ersten Atemschutzgeräten ausgestattet.
Vom Spritzenhaus zur Feuerwache:

Als Spritzenhaus diente ein 1861 zugemauerter Durchgang im damaligen
Rathaus. Dort war die Feuerwehr fast 100 Jahre untergebracht. Erst
1968 baute die damals noch selbständige Gemeinde Pflaumheim, mit
tatkräftiger Unterstützung ihrer Feuerwehrmänner, an der Mömlinger
Straße ein neues Feuerwehrgerätehaus.
1972 fand die Landkreisgebietsreform statt und Pflaumheim kam vom
Landkreis Obernburg in den Landkreis Aschaffenburg. Für die
Feuerwehr war damit kaum eine Änderung verbunden. Die Zusammenarbeit
mit den Feuerwehren im Bachgau klappte gut.
Der Pflaumheimer Chronist schrieb 1972 dazu: "Neben den zahlreichen
Brand- und Hochwasserkatastrophen in den ersten hundert Jahren der
Freiwilligen Feuerwehr Pflaumheim wurde auch auswärtige Hilfe
geleistet, zumeist in Großostheim. Andererseits genoss auch
Pflaumheim bei allen großen Bränden die Hilfe und Bereitschaft der
Nachbarfeuerwehren, insbesondere die der Großostheimer".

Diese gute Zusammenarbeit wurde dann nach der Gemeindegebietsreform
1978, als Pflaumheim seine Selbständigkeit als Gemeinde verlor und
gemeinsam mit Großostheim, Ringheim und
Wenigumstadt eine neue kommunale Einheit bildete, weiter
ausgebaut.
Nachdem 1986 vom Gemeinderat der Marktgemeinde Großostheim der
Neubau einer zentralen Feuerwache auf dem Gelände der ehemaligen
Pflaumheimer Sandgrube beschlossen wurde, vereinbarten die
beiden Feuerwehren Großostheim und Pflaumheim einen freiwilligen
Zusammenschluss zum Zeitpunkt des Neubaubezuges.
Das Selbstverwaltungsrecht beider Vereine wurde durch den
Zusammenschluss nicht berührt und blieb bis heute erhalten. Im
Hinblick auf die bevorstehende Fusion bildeten die Feuerwehren
Großostheim und Pflaumheim einen Bauausschuss, der in enger
Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und dem Architekturbüro
das Raumprogramm und die Ausstattung ausarbeitete. Im November 1988
begannen dann die Bauarbeiten für die zentrale Feuerwache mit dem
Abstecken des Baugerüstes. Die Einweihung fand am 14. Dezember 1990
statt.
Heute leisten dort die Feuerwehrleute ihren ehrenamtlichen Dienst in
drei Löschzügen. Die personelle Zusammensetzung dieser Löschzüge
wurde ausschließlich nach einsatztaktischen Gesichtspunkten
vorgenommen. Die Mitgliedschaft in einem bestimmten Feuerwehrverein
spielte dabei keine Rolle, vielmehr wurde auch auf ein gutes
Mischungsverhältnis geachtet. Dass dieses Konzept richtig und auch
erfolgreich ist, lies sich auch am Wahlergebnis der Kommandantenwahl
in 1998 erkennen. Der damals mit über 90 % der Stimmen gewählte
Kommandant kam nicht aus Großostheim, sondern aus dem Ortsteil
Pflaumheim.
 |
 |
|
Feuerwehr 1939 |
80 Jähriges 1952 |
|
|